Logopädie

Was ist das Ziel der Logopädie?

Ziel ist die Wiederherstellung, Besserung oder der Erhalt der sprachlichen, stimmlichen und kommunikativen Fähigkeiten sowie des Schluckvorganges.


Zu Beginn wird stets ein ausführliches Anamnesegespräch geführt. Auf Basis dessen wird ein Befund erstellt, um die Therapie individuell auf den Patienten abzustimmen. In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung in Form einer Einzeltherapie, die in der Regel 45 Minuten andauert.


Wie gestaltet sich die Behandlung bei Kindern?

Viel Wert legen wir auf den spielerischen Aspekt. Das Bewegungsangebot wird in eine grob- und feinmotorische Art eingebettet. Ein wesentlicher Teil des therapeutischen Prozesses beruht darauf, die Eltern mit einzubeziehen. Ein größtmöglicher Erfolg wird dann erzielt, wenn zwischen Therapeutin, Eltern und Kind ein vertrauensvoller Kontakt entsteht. Hierauf achten wir sehr.


Welcher Zusammenhang besteht zwischen Schlucken und Sprechen?

Nahrungsaufnahme und das anschließende Schlucken gehören zu den lebenserhaltenden Fähigkeiten eines Menschen. Beim Schluckvorgang sind ähnliche Muskelgruppen wie beim Sprechen beteiligt, deshalb kann auch dieser Inhalt einer logopädischen Behandlung sein.


An wen wende ich mich bei sprachlichen Problemen?

Beim Auftreten einer stimmlichen oder sprachlichen Auffälligkeit sollten Sie Kontakt zu einem Facharzt (z.B. HNO-Arzt, Kinderarzt, Neurologe, Internist oder Kieferorthopäde) aufnehmen. Dieser wird, falls er eine Behandlung für erforderlich hält, eine ärztliche Verordnung zur logopädischen Behandlung ausstellen.
Mit dieser Verordnung (Rezept) können die Patienten dann zu uns kommen.

"Die Sprache ist äußeres Denken, das Denken innere Sprache." - Antoine de Rivarol

Die Sprache ist gleichsam die Kleidung der Gedanken des Menschen, ihr äußeres Erscheinungsbild.
Erwachsene und Kinder "zur Sprache" zu bringen, das ist unser Ziel in der Logopädie.


Therapie für Kinder bei

  • Sprachentwicklungsverzögerungen, zB. Dysgrammatismus (Störung der Fähigkeit, sich altersgemäß/ korrekt auszudrücken, fehlerhafter Satzbau)
  • Lautfehlern z.B. durch auditive Wahrnehmungsschwäche (Lautverwechslungen, -auslassungen, Dyslalie, Lispeln)
  • Fehlfunktionen und Schwäche der Kau-, Schluck- und Gesichtsmuskulatur
  • Redeflussstörung, z.B. Stottern, Hemmung und Unterbrechung der Kommunikation



Therapie für Erwachsene bei

  • Aphasie – Sprachstörungen z. B. nach Schlaganfall und Schädelhirntrauma Wortfindungsstörungen, Störung im Verstehen/ Sprechen, Störung im Lesen/ Schreiben
  • Dysphagie – Schluckstörungen
  • Dysarthrie - Störung im Sprechen, in der Stimme, in der Zusammenarbeit der Mundmotorik
  • Dysphonie – Stimm - und Stimmgebungsstörungen
  • Sprechapraxie - Sprechstörungen im Bereich der räumlichen und zeitlichen Koordination der Artikulation

LSVT LOUD bei M. Parkinson

SIPARI  musikunterstütztes Trainig für Patienten mit zentralen Sprach- und Sprechstörungen


Logopädie kümmert sich um die Sprache, aber auch ums Sprechen, Schlucken, Atmen und um die Stimme. In kurzen Worten sind hier elementare und äußerst komplexe Fähigkeiten des Menschen angedeutet.



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